Anak Krakatau: Kollaps löst Tsunami aus

In Indonesien gab es eine neuerliche Tsunami-Katastrophe. Auslöser war ein partieller Kollaps der Vulkaninsel Anak Krakatau. Am 22. Dezember steigerte der Vulkan seine Aktivität und es begann eine paroxysmale Eruption. In deren Folge kam es zum Kollaps einer Vulkanflanke und des gesamten Gipfelbereichs des Vulkans. Hangrutschmassen krachten in den Ozean und lösten Flutwellen aus. Nach 24 Minuten erreichten diese die Westküste Javas und den Osten der Insel Sumatra. Die Wellen liefen mehrere Meter die Küste hinauf und zerstörten Gebäude und Infrastruktur. Mindestens 330 Menschen starben, fast 900 Personen wurden verletzt. Wahrscheinlich werden die Opferzahlen weiter steigen.

Der Krakatau eruptiert weiterhin und fördert Aschewolken, die bis zu 18 km hoch aufsteigen. Sie stellen eine Gefahr für den Flugverkehr dar.

Flammenhölle Kalifornien

Seit Tagen wüten im US-Bundesstaat Kalifornien mehrere Waldbrände, die auf Ortschaften übergegriffen haben. So wurde der Ort Paradise komplett zerstört. Auch auf den Prominenten-Ort Malibu griffen die Flammen über. Zahlreiche Anwesen wurden zerstört, darunter das Haus mit Mühle von TV-Entertainer Thomas Gottschalk. Seine Frau konnte gerade so noch entkommen.

Mittlerweile starben mehr als 61 Menschen und über 630 Personen gelten als vermisst. Viele Menschen starben in ihren Autos auf der Flucht vor den Flammen. Starke Winde trieben die Feuer an und machten sie unberechenbar. Schuld an den Bränden ist die seit Jahren anhaltende Dürre in Kalifornien. Diese wird wahrscheinlich durch den anthropogenen Klimawandel begünstigt. Doch US-Präsident Trump macht Missmanagement der Forstbehörden verantwortlich für die Naturkatastrophe. Wahrscheinlich, um von seinen eigenen Fehlentscheidungen abzulenken.

Sulawesi: Erdbeben und Tsunamis

Die indonesischen Insel Sulawesi wurde heute von mehreren starken Erdbeben erschüttert. Das Stärkste hatte eine Magnitude von 7,4. Das Hypozentrum lag in 10 km Tiefe unweit der Ortschaft Palu. Den gleichen Namen trägt die Störungszone, an derer sich die Erdbeben manifestierte. Das Hauptbeben versetzte den Boden entlang der Störungszone um 3 m. Es wurden Tsunamis generiert, die auf die Küste Sulawesis brandeten. Die Wellen waren für Tsunamis moderat, richteten dennoch Zerstörungen an der Küsten an. Häuser wurden weggerissen, ein Einkaufszentrum teilweise zerstört. Genaue Angaben über Opfer liegen noch nicht vor.