Kolumbien: erneute Schlammlawine

Starke Regenfälle lösten in Kolumbien einen neuen Erdrutsch mit Schlammlawine aus. In der Stadt Manizales wurden 75 Häuser zerstört. 15 Menschen starben, 8 werden noch vermisst. Es gab zahlreiche Verletzte.

Der Katastrophenschutz UNGRD sieht den globalen Klimawandel als Ursache für die Häufung der Katastrophen in Kolumbien. Im Zuge von El Nino regnet es dort dieses Jahr besonders viel. Allerdings nimmt man es in Kolumbien mit Bauvorschriften nicht sonderlich ernst, sofern Vorschriften existieren. Es werden die abenteuerlichsten Konstruktionen gebaut und das oftmals an steilen Berghängen, die für eine Bebauung absolut ungeeignet sind.

Kolumbien: Überschwemmungen und Schlammlawinen

Heftige Regenfälle führten am Wochenende im Südamerikanischen Staat Kolumbien zu schweren Überflutungen. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und das Hochwasser verursachte schwere Schäden. Die Niederschläge lösten zudem Hangrutschungen und Schlammlawinen aus. Besonders schlimm hat es die Stadt Mocoa getroffen: mehr als 250 Menschen wurden unter Schlammmassen begraben, 200 Personen werden von vermisst. Es wurden wichtige Brücken über den Fluss Rumiyaco zerstört und die Stadt ist auf dem Landweg nicht erreichbar. Dieser Umstand erschwert die Rettungsarbeiten und die Versorgung der Bevölkerung.

Im benachbarten Ecuador kam es ebenfalls zu Überschwemmungen. Ein Staat weiter südlich liegt Peru. Dieses Land wird seit Wochen von heftigen Unwettern heimgesucht. Als Grund hierfür wird das Klimaphänomen El Nino verantwortlich gemacht. Der aktuelle El Nino ist an sich schon sehr ungewöhnlich, da er sehr lange anhält.

Auf der anderen Seite des Pazifiks kam es ebenfalls zu sintflutartigen Regenfällen: im australischen Queensland wütete in den letzten Tagen ein schwerer Hurrikan. In Indonesien führten Regenfälle ebenfalls zu Schlammlawinen: im Dorf Banaran im Osten Javas wurden 23 Häuser verschüttet. Mehr als 20 Menschen starben.

Peru: viele Tote bei Überschwemmungen

Entlang der Küste von Peru in Südamerika gab es heftige Überschwemmungen: mehrere Stürme brachten Starkregen, welcher ganze Regionen heimsuchte. Selbst die Hauptstadt Lima war betroffen. Die Regenfälle lösten zudem Hangrutschungen und Schlammlawinen aus. 115.000 Häuser wurden beschädigt und 117 Brücken stürzten ein. Mindestens 70 Menschen starben.

Das Land wurde in den Jahren zuvor von einer langanhaltenden Dürreperiode heimgesucht. Die Regierung Perus macht den anthropogenen Klimawandel für diese Katastrophen verantwortlich. Die aktuellen Regenfälle werden sehr wahrscheinlich vom Phänomen „El Nino“ verursacht.

Zahlreiche Verletzte am Ätna

Am Ätna auf Sizilien ereignete sich gestern eine phreatische Eruption aus dem Lavastrom, der seit 2 Tagen fließt. Dabei wurden 10 Personen durch umherfliegende Lavabrocken leicht verletzt. Die meisten Personen erlitten Platzwunden am Kopf. Unter den Verletzten waren Vulkanologen des INGV und Reporter der BBC. Bergführer waren ebenfalls anwesend.

Der Alarmstatus des Ätnas wurde auf „gelb“ gesetzt und oberhalb von 2500 m Höhe dürfen Touristen nur mit Bergführer weiter. Der Kraterbereich ist ganz gesperrt.

 

Tornado in Franken

Am Donnerstag hat ein Tornado in Kürnach bei Würzburg für Verwüstungen gesorgt: es wurden zahlreich Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt und Gartenhäuschen umgeweht. Verletzte gab es nicht. Der Tornado hatte sich am späten Nachmittag innerhalb einer Gewitterzelle entwickelt. Meteorologen beobachteten mehrere solcher Gewitterzellen, in den sich Tornados hätten entwickeln können.