Schweiz: Steinlawine in Graubünden

Update: Heute Nachmittag gin eine weitere Mure vom Monte Cengalo ab! Diese scheint größer gewesen zu sein, als die Prognosen vorhersagten. Die Schlamm- und Geröllmassen erreichten wieder das Dorf Bondo und richteten weitere Zerstörungen an. Arbeiter, und bereits zurückgekehrte Anwohner konnten noch rechtzeitig evakuiert werden.

Originalmeldung: Eine gewaltige Steinlawine löste sich vom Monte Cengalo und ging als Hangrutsch ins Tal Bondasca ab. Dabei wurden Unmengen Wasser freigesetzt und die Steinlawine verwandelte sich in einem Schlammstrom. Dieser erreichte das Dorf Bondo, welches zuvor evakuiert worden war. Mehrere Häuser wurden zerstört. Eine 8-köpfige Wandergruppe gilt seitdem als vermisst. Trotz Absperrungen waren die Personen aus der Schweiz, Österreich und Deutschland im Gefahrengebiet unterwegs und querten das Bondasca-Tal.

Geologen hatten mit einem Bergsturz gerechnet, da es schon seit einiger Zeit immer wieder zu großen Steinschlägen am Monte Cengalo gekommen war. Sie waren allerdings über die Größe des resultierenden Hangrutsches verwundert, da niemand mit diesen Wassermenge gerechnet hatte, die im Boden gespeichert waren. Der Felssturz hatte ein Volumen von ca. vier Millionen Kubikmeter Fels. Die Mure war um ein vielfaches größer. Man rechnet mit weiteren Felsstürzen. Viele Gipfel der Alpen werden durch die Gletscherschmelze instabil.

Kolumbien: erneute Schlammlawine

Starke Regenfälle lösten in Kolumbien einen neuen Erdrutsch mit Schlammlawine aus. In der Stadt Manizales wurden 75 Häuser zerstört. 15 Menschen starben, 8 werden noch vermisst. Es gab zahlreiche Verletzte.

Der Katastrophenschutz UNGRD sieht den globalen Klimawandel als Ursache für die Häufung der Katastrophen in Kolumbien. Im Zuge von El Nino regnet es dort dieses Jahr besonders viel. Allerdings nimmt man es in Kolumbien mit Bauvorschriften nicht sonderlich ernst, sofern Vorschriften existieren. Es werden die abenteuerlichsten Konstruktionen gebaut und das oftmals an steilen Berghängen, die für eine Bebauung absolut ungeeignet sind.

Kolumbien: Überschwemmungen und Schlammlawinen

Heftige Regenfälle führten am Wochenende im Südamerikanischen Staat Kolumbien zu schweren Überflutungen. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und das Hochwasser verursachte schwere Schäden. Die Niederschläge lösten zudem Hangrutschungen und Schlammlawinen aus. Besonders schlimm hat es die Stadt Mocoa getroffen: mehr als 250 Menschen wurden unter Schlammmassen begraben, 200 Personen werden von vermisst. Es wurden wichtige Brücken über den Fluss Rumiyaco zerstört und die Stadt ist auf dem Landweg nicht erreichbar. Dieser Umstand erschwert die Rettungsarbeiten und die Versorgung der Bevölkerung.

Im benachbarten Ecuador kam es ebenfalls zu Überschwemmungen. Ein Staat weiter südlich liegt Peru. Dieses Land wird seit Wochen von heftigen Unwettern heimgesucht. Als Grund hierfür wird das Klimaphänomen El Nino verantwortlich gemacht. Der aktuelle El Nino ist an sich schon sehr ungewöhnlich, da er sehr lange anhält.

Auf der anderen Seite des Pazifiks kam es ebenfalls zu sintflutartigen Regenfällen: im australischen Queensland wütete in den letzten Tagen ein schwerer Hurrikan. In Indonesien führten Regenfälle ebenfalls zu Schlammlawinen: im Dorf Banaran im Osten Javas wurden 23 Häuser verschüttet. Mehr als 20 Menschen starben.

Erdfall in Thüringen

Erdfall in Thüringen. © FAZ / dpa

Im Ort Nordhausen in Thüringen sorgt ein spektakulärer Erdfall für Aufregung: aus ungeklärter Ursache öffnete sich dort gestern ein ca. 50 m tiefer Krater, in dem Teile zweier unbewohnter Häuser verschwanden. Der Krater füllte sich schnell mit Wasser.

Die ist auf dem Gelände bereits der 2. Erdfall. Der erste ereignete sich im Jahr 2010. das Gelände wird vom Katastrophenschutz genutzt.

Erdfälle können aus verschiedenen Gründen entstehen. Häufig stürzen alte Bergwerksschächte ein, oder gebrochene Wasserleitungen spülen unterirdisch das Erdreich fort. Als natürliche Ursache kommt Dolinenbildung als Folge von Höhlenbildungsprozesse infrage. Entweder stürzt dabei das Dach einer vorhandenen Höhle ein, oder Kalkstein wird durch saures Wasser aufgelöst.

Guatemala: katastrophaler Erdrutsch

Nach tagelangen Regenfällen ereignete sich im Ort El Cambray ein folgenschwerer Erdrutsch: von einem 100 m hohen Hügel lösten sich große Erdmassen und verschütteten 68 Häuser. Bisher wurden 30 Todesopfer geborgen. Mehr als 600 Personen werden noch ermisst!

Das Dorf liegt östlich von Guatemala City in einem Tal zwischen steilen Hängen. In der Region kommt es öfters zu Hangrutschungen.