USA: im Bann der Kälte

Eine extreme Kältewelle hält die Westküste Nordamerikas fest im Griff. Besonders schlimm betroffen ist der Nordwesten der USA. Dort wurden neue Kälterekorde von bis zu -43 Grad Celsius aufgestellt. Selbst im sonnigen Florida gab es Frost. Mehrere Menschen sind bereits erfroren. Für die nächsten Tage wurden zudem starke Schneefälle angekündigt. Dieses Extremklima kommt dadurch zustande, dass in der Polarregion Warmluft die Kaltluft verdrängte. Am Nordpol ist es mit Temperaturen um den Gefrierpunkt derzeit ungewöhnlich warm. Das Geschehen kann auf den globalen Klimawandel zurückgeführt werden. Dieser wird von US-Präsident Trump weiterhin konsequent geleugnet. Der Mann verfügt offenbar über keine wissenschaftliche Berater, oder ist extrem Beratungsresistent.

Bei uns in Europa manifestiert sich diese Extremwetterlage ebenfalls in milden Temperaturen, starken Niederschlägen, Überschwemmungen, Stürmen und Gewittern im Winter. Allerdings könnte der Jetstream die extrem kalten Luftmassen aus den USA über den Atlantik zu uns schicken. Dann werden bei uns in den nächsten Tagen die Temperaturen deutlich zurück gehen.

Winter in Europa

Der Winter hat in Europa Einzug gehalten und bringt strengen Frost mit Glatteis nach Deutschland. Besonders das Glatteis führte zu zahlreichen Verkehrsunfällen und der Wetterdienst hatte für den Norden und Westen Unwetterwarnungen raus gegeben.

Ein Problem könnte überfrierender Regen bilden: nicht nur Autos sind mit einem Eispanzer überzogen, sondern auch Strommasten und Windräder. Unter der Last der Eismassen könnten diese zusammenbrechen. In den letzten Tagen sind bereits mehrere Windräder kollabiert und es wird diskutiert wie sicher diese sind.

Vom Glatteis waren auch unsere Nachbarn in den Niederlanden und Belgien betroffen. Schnee und Frost gab es ebenfalls in Südeuropa. In Griechenland erfroren mehrere Menschen und auf Sizilien fiel Schnee!

Schlimmer sieht es in anderen Teilen der Welt aus: die US-Ostküste wurde von einem Wintersturm heimgesucht. Mindesten 5 Menschen starben. In Thailand sorgte anhaltender Regen für Überschwemmungen. Aus einem Zoo entkamen 10 Krokodile die die Gegend unsicher machen.

 

Wetterkatastrophen weltweit

In den letzten Wochen ereigneten sich so viele Wetterkatastrophen, dass ich mit dem aktualisieren nicht nachkomme. Die meisten dieser Katastrophen sind auf das Klimaphänomen „El Nino“ zurückzuführen, welches in diesem Jahr ungewöhnlich stark ausfällt. In Südamerika sind viele Länger von starken Überflutungen betroffen, während in Indonesien und Australien gigantische Waldbrände wüten, weil der Regen ausblieb. Zahlreiche Katastrophen gibt es auch in den USA: Tornados verwüsteten ganze Landstriche, der Mississippi überflutete weite Teile seiner Uferregionen. Im Wüstenstaat New Mexico wurde der Schneenotstand ausgerufen.

Europa wird dieses Jahr ebenfalls von „El Nino“ heimgesucht. Es ist seit Wochen zu warm und vieler Orts auch zu trocken. In den Alpen liegt kaum Schnee, wodurch wichtige Wasserreserven fehlen. Zu viel Wasser gibt es dagegen im Norden Englands. Hier sorgt Starkregen für Überflutungen. In York gab es bereits Plünderungen.

Eine Abschwächung von „El Nino“ ist noch nicht in Sicht. Der Pazifik ist in der östlichen Äquatorregion sehr stark aufgeheizt zudem bildete sich eine rätselhafte Erwärmung vor der Westküste der USA.

Ich vermute, dass wir 2016 mit deutlich steigenden Lebensmittelpreisen rechnen müssen, da es bestimmt zu globalen Ernteausfällen kommen wird. Textilprodukte aus Baumwolle könnten davon ebenfalls betroffen werden. Es bleibt spannend abzuwarten, welche weiteren Folgen sich langfristig ergeben. Wasser ist bei uns derzeit noch nicht knapp, aber wenn sich da Klima und die Regenzonen weiterhin so stark verschieben, könnte es das Langfristig werden. Ein gibt einen deutlichen Trend zu einem Wechsel zwischen Trockenperioden und Starkregen, der die Wasserwirtschaft auch in Deutschland beeinflussen könnte.