Unwetter in Deutschland

Die erste Hitzewelle des Jahres endete in starken Gewittern und Unwettern. Im Ruhrgebiet gab es in der Nacht Gewitter mit Hagel. Zahlreiche Keller liefen voll Wasser. Im mecklenburgischen Ort Suckow wütete ein kleiner Tornado und knickte zahlreiche Bäume um. Häuser wurden beschädigt. Am Frankfurter Flughafen wurde der Flugverkehr beeinträchtigt.

Vor den Unwettern gab es Vielerorts neue Hitzerekorde für den Monat Mai: noch nie war es im Frühling so warm wie in den letzten Tagen. Dabei herrschten zum Monatsanfang noch Nachtfrost bis zu -6 Grad, der besonders den Landwirten teuer zu stehen kommt: der Frost zerstörte viele Obstblüten. Zwischen dem Nachtfrost und dem Hitzerekord von über 34 Grad, liegen gut 40 Grad Temperaturunterschied. Unglaubliche Werte für Mitteleuropa!

In den nächsten Tagen bleibt das Wetter wechselhaft. Pfingsten könnten neue Unwetter drohen.

USA: Tornados und Überschwemmungen

Der Süden und Mittlere Osten der USA werden gerade von mehreren Naturkatastrophen gleichzeitig heimgesucht: in Arkansas, Missouri, Mississippi und Texas haben Tornados schwere Schäden verursacht. Mehrere Menschen kamen dabei ums Leben. Besonders hart getroffen hat es die texanische Stadt Canton, ca. 80 km von Dallas entfernt. Mehrere Tornados hinterließen Schneisen der Verwüstung. Auch im Nordosten werden Tornados erwartet.

Starkregen verursachte Hochwasser in mehreren Staaten. Da weitere Regenfälle vorhergesagt wurden, gab es Warnungen für Arkansas, Illinois, Indiana, Missouri und Oklahoma. Hier bereitet man sich auf die schlimmsten Überschwemmungen seit Jahren vor und versucht Deiche entlang der Flüsse zu verstärken.

Verantwortlich für die Unwetterkatastrophen zeigt sich eine Tiefdruckrinne: sie erstreckt sich praktische entlang des gesamten Mittleren Ostens der USA bis nach Kanada. Bisher kamen mindestens 14 Menschen ums Leben.

Tornado in Franken

Am Donnerstag hat ein Tornado in Kürnach bei Würzburg für Verwüstungen gesorgt: es wurden zahlreich Dächer abgedeckt, Bäume umgeknickt und Gartenhäuschen umgeweht. Verletzte gab es nicht. Der Tornado hatte sich am späten Nachmittag innerhalb einer Gewitterzelle entwickelt. Meteorologen beobachteten mehrere solcher Gewitterzellen, in den sich Tornados hätten entwickeln können.

Hurrikan verwüstet Haiti

Hurrikan Matthew wütete über der Karibik und hat auf Haiti mindestens 400 Todesopfer gefordert. Tausende Menschen sind obdachlos geworden und es drohen Seuchen und Epidemien. Gestern traf der Wirbelsturm dann auf die Küste Floridas. Zum Glück schwächte sich Matthew schnell ab, aber auch hier entstanden große Schäden. In einigen Ortschaften brach die Stromversorgung zusammen und es starben mindestens 20 Menschen. Der Hurrikan soll einer der stärksten Stürme der letzten 10 Jahren gewesen sein. Über Haiti erreichte er Spitzengeschwindigkeiten von 225 km/h und zählte zu einem Sturm der Kategorie 4.