Tornados über Norddeutschland

Über dem Norden Deutschlands tobten heute bereits 2 Tornados und hinterließen schlimme Verwüstungen. Der erste manifestierte sich 10 km vom Hamburger Flughafen entfernt, der 2. einige Kilometer südlich von Hamburg. Ein Mann starb, als sein Auto von einem umstürzenden Baum getroffen wurde. Darüber hinaus behindern starke Unwetter den Bahnverkehr. Dieser kam auf wichtigen Strecken in Norddeutschland zum erliegen. Die Unwetterzentrale warnt vor Tornados, Gewittern und Starkregen mit Sturmböen.

Grund für die Unwetter ist die Hitzewelle über Deutschland, die für sich genommen schon einer Naturkatastrophe nahe kommt.

Tornados über Deutschland

Den hochsommerlichen Temperaturen von gestern Vormittag folgte eine schnelle Abkühlung durch das Tiefdruckgebiet „Zoran“. Dort wo die heißen und kalten Luftströmungen aufeinander trafen bildeten sich schwere Unwetter mit Sturmböen und Gewittern. Es entstanden sogar 2 Tornados. Eine dieser Windhosen hinterließ eine Schneise der Zerstörung in der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg Vorpommern. Dächer wurden abgedeckt und Fensterscheiben eingedrückt. Es gab mindestens 30 Verletzte. Auch der Bürgermeister des Städtchens zog sich an den Armen Schnittverletzungen zu, als im Rathaus die Scheiben zersprangen. Der Sachschaden dürfte mehrere Millionen Euro betragen. Der Sturm beschränkte sich nicht nur auf den Osten der Republik: in Hamburg wurden ebenfalls Dächer abgedeckt und auf dem Fischmarkt flogen Stände durch die Gegend. In München kam es zu sintflutartigen Regenfällen.
Klimaforscher warnen vermehrt, dass solche Wetterextreme in Deutschland noch zunehmen werden. Schuld daran soll der anthropogene Klimawandel sein. Auf der einen Seite gibt es immer mehr Perioden extremer Trockenheit, die dann von unwetterartigem Starkregen und Stürmen abgelöst werden. Ich selbst merke in den letzten Jahren eine deutliche Klimaänderung im Ruhrgebiet. Die Frühjahre werden immer wärmer und trockener, während es im Sommer zu Starkregen kommt. Es erinnert mich an subtropische Verhältnisse, mit dem Unterschied, dass es im Winter (noch) kühler wird. Tornados kamen vereinzelt immer mal in Deutschland vor, doch die Meldungen über zerstörerische Windhosen häufen sich in den letzten Jahren auffällig.

Erneuter Blizzard in den USA

Nur eine Woche nach dem Blizzard an der Nordwestküste der USA, fegte ein neuer Wintersturm über die gleiche Gegend. Obwohl er diesmal nicht die mediale Aufmerksamkeit erhielt wie der Sturm „Juno“, waren die Auswirkungen diesmal noch schlimmer: 11 Menschen starben durch wetterbedingte Unfälle, 4000 Flüge wurden gestrichen und Zehntausende Menschen waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Der Sturm zieht heute in Richtung Kanada ab und die Schneefälle sollen zurück gehen. Dafür folgen nun eisige Temperaturen.

Hochwasser an Rhein und Weser

Die langanhaltenden Regenfälle in Deutschland verursachen das erste Hochwasser des Jahres an Rhein und Weser. In Köln wurde am Dienstag ein Pegel von über 6 m gemessen. Am Mittwoch entspannte sich die Lage ein wenig, doch wegen einer neuen Regenfront werden für Freitag erneut Pegelstände über 6 Meter erwartet. Bei Leverkusen wurde die Schiffsbrücke geschlossen.