New York: Blizzardwarnung

Der Wetterdienst hat für New York und umgrenzende Gebiete der US-Ostküste eine Blizzardwarnung heraus gegeben. Der Bürgermeister von New York spricht vom größten Schneesturm in der Geschichte der Stadt. Es werden 90 cm Neuschnee und Windgeschwindigkeiten von 96 km/h erwartet. Bürgermeister Bill de Blasio forderte die Menschen auf zuhause zu bleiben. Der Sturm soll ab Montagnachmittag wüten. Betroffen ist die Region Philadelphia, New York und Maine.

Asteroid kommt nahe

Der Asteroid 2004 BL86 nähert sich am Montag der Erde bis auf 1,2 Millionen Kilometern. Obwohl diese Distanz fast der 3-fachen Entfernung bis zum Mond entspricht, ist sie für kosmische Maßstäbe sehr gering. In den Medien wird in diesem Zusammenhang von einem „Streifschuss“ gesprochen. Es besteht keine Gefahr, dass der Asteroid mit einem halben Kilometer Durchmesser auf die Erde einschlägt. Dennoch geistern viele „was wäre wenn“ Szenarien durch die Presse. Der Einschlag eines Himmelskörpers dieser Größe könnte ein Gebiet von der Größe Deutschlands komplett zerstören. Wahrscheinlich wäre ein globaler Winter die Folge. Doch die ESA gibt Entwarnung: derzeit sind keine Himmelsköper dieser Größenklasse auf Kollisionskurs mit der Erde. Erst in 7 Jahren kommt ein vergleichbar großer Asteroid der Erde gefährlich nahe. Die Wahrscheinlichkeit, dass Asteroid 2000 BF19 einschlägt, wird mit 1:3000 angegeben.

Fotos vom Kometen Lovejoy

Gestern Abend regnete es ausnahmsweise mal nicht und für einige Stunden war der Sternenhimmel sichtbar. Spontan fuhr ich an den Stadtrand von Oberhausen und fotografierte den Kometen Lovejoy. Seitdem 1986 der Halleysche Komet seinen erdnächsten Punkt erreicht hatte, versuchte ich immer wieder einen Blick auf einen Kometen zu erhaschen, was mir gestern zum ersten Mal gelungen ist. Ein Telefonat mit Astroexperten Martin Rietze brachte mich auf die Richtige Spur. Er verriet mir, dass der Komet derzeit mit dem Feldstecher sichtbar ist und in der Nähe des Sternhaufens der Plejaden steht. So stieg ich auf die Halde von Prosper-Haniel. Bedauerlicher Weise sorgte die Beleuchtung des Zechenturms für zusätzliche Lichtverschmutzung und es war nicht einfach ein wirklich dunkles Plätzchen zu finden. Im Lichtschatten des Gipfels der Halde, wurde das Licht zum Glück abgeschirmt. Doch für einen wirklich dunklen Nachthimmel reichte es nicht, dazu muss man die Ballungsräume weit hinter sich lassen und am besten ins Gebirge fahren.
Lovejoy war durch den Fotoapparat als grünlicher Lichtfleck sichtbar, mit bloßem Auge blieb er mir aber verborgen. Einen Schweif konnte ich auch auf den Bildern nicht entdecken. entweder hat er noch keinen ausgebildet, oder er ist so schwach, dass es vom Restlicht überstrahlt wird. Möglicher Weise wird er mit weiterer Sonnenannäherung einen Kometenschweif bilden. Der Schweifstern erreicht seinen Perihel (sonnennächsten Punkt) Ende Januar. Dann ist die Wahrscheinlichkeit für einen gut sichtbaren Schweif am Größten.

Lovejoy trägt die wissenschaftliche Bezeichnung C/2014 Q2. Er ist ein periodisch wiederkehrender Komet und wurde im November 2011 vom Australier Terry Lovejoy entdeckt. Um den 17. Dezember 2011 war der Komet so hell, dass er tagsüber sichtbar war. Sein Schweif war spektakulär.

Obwohl von Kometen eine potenzielle Gefährdung für die Erde ausgeht, können wir das Naturphänomen Lovejoy ohne Sorge genießen. C/2014 Q2 kommt der Erde bis auf weiteres nicht so nahe, dass er eine Gefahr darstellt.

Hochwasser an Rhein und Weser

Die langanhaltenden Regenfälle in Deutschland verursachen das erste Hochwasser des Jahres an Rhein und Weser. In Köln wurde am Dienstag ein Pegel von über 6 m gemessen. Am Mittwoch entspannte sich die Lage ein wenig, doch wegen einer neuen Regenfront werden für Freitag erneut Pegelstände über 6 Meter erwartet. Bei Leverkusen wurde die Schiffsbrücke geschlossen.

Ebola: guter Vorsatz fürs neue Jahr

Die WHO will das Ebola-Virus im Laufe des Jahres stoppen. Doch die Ausbreitung des Virus in den westafrikanischen Ländern Sierra Leone und Guinea geht ungehindert weiter, einzig in Liberia scheint die Ausbreitung unter Kontrolle zu sein. An einem Impfstoff wird zwar gearbeitet, er steht aber noch längst nicht zur Verfügung. Bisher infizierten sich 20.972 Menschen mit dem Virus, 8259 starben. Es wird eine hohe Dunkelziffer vermutet.
Alleine schaffen es die westafrikanischen Länder nicht, die Ausbreitung er Seuch zu stoppen. Die Bundesregierung stellte 44 Millionen Euro Hilfsgelder zur Verfügung und im September kündigte Deutschland an mehrere Hundert freiwillige Bundeswehrhelfer in das Seuchengebiet zu schicken, um dort Quarantänestationen aufzubauen. Die Helfer sollten im November im Krisengebiet eintreffen. Doch was ist aus der groß angelegten Kampagne geworden? Seitdem die Seuche aus den Schlagzeilen der Medien verschwunden ist, hat das Engagement der Deutschen stark nachgelassen. Ende November wurde ein Flugzeug zur fliegenden Isolierstation umgebaut. In erster Linie sollen mit der Maschine infizierte Helfer aus Deutschland in die Heimat geflogen werden. Sicherlich befinden sich deutsche Helfer von Hilfsorganisationen wie dem DRK vor Ort, doch die Helfer der Bundeswehr sind dort immer noch nicht eingetroffen. Ich vermute, dass sie auch niemals in Westafrika eintreffen werden. So wird auch 2015 für Deutschland ein Jahr der guten Vorsätze bleiben!