Guatemala: katastrophaler Erdrutsch

Nach tagelangen Regenfällen ereignete sich im Ort El Cambray ein folgenschwerer Erdrutsch: von einem 100 m hohen Hügel lösten sich große Erdmassen und verschütteten 68 Häuser. Bisher wurden 30 Todesopfer geborgen. Mehr als 600 Personen werden noch ermisst!

Das Dorf liegt östlich von Guatemala City in einem Tal zwischen steilen Hängen. In der Region kommt es öfters zu Hangrutschungen.

Tornados über Deutschland

Den hochsommerlichen Temperaturen von gestern Vormittag folgte eine schnelle Abkühlung durch das Tiefdruckgebiet „Zoran“. Dort wo die heißen und kalten Luftströmungen aufeinander trafen bildeten sich schwere Unwetter mit Sturmböen und Gewittern. Es entstanden sogar 2 Tornados. Eine dieser Windhosen hinterließ eine Schneise der Zerstörung in der Kleinstadt Bützow in Mecklenburg Vorpommern. Dächer wurden abgedeckt und Fensterscheiben eingedrückt. Es gab mindestens 30 Verletzte. Auch der Bürgermeister des Städtchens zog sich an den Armen Schnittverletzungen zu, als im Rathaus die Scheiben zersprangen. Der Sachschaden dürfte mehrere Millionen Euro betragen. Der Sturm beschränkte sich nicht nur auf den Osten der Republik: in Hamburg wurden ebenfalls Dächer abgedeckt und auf dem Fischmarkt flogen Stände durch die Gegend. In München kam es zu sintflutartigen Regenfällen.
Klimaforscher warnen vermehrt, dass solche Wetterextreme in Deutschland noch zunehmen werden. Schuld daran soll der anthropogene Klimawandel sein. Auf der einen Seite gibt es immer mehr Perioden extremer Trockenheit, die dann von unwetterartigem Starkregen und Stürmen abgelöst werden. Ich selbst merke in den letzten Jahren eine deutliche Klimaänderung im Ruhrgebiet. Die Frühjahre werden immer wärmer und trockener, während es im Sommer zu Starkregen kommt. Es erinnert mich an subtropische Verhältnisse, mit dem Unterschied, dass es im Winter (noch) kühler wird. Tornados kamen vereinzelt immer mal in Deutschland vor, doch die Meldungen über zerstörerische Windhosen häufen sich in den letzten Jahren auffällig.

Katastrophales Erdbeben im Himalaya

Am 25.04.2015 ereignete sich eines der verheerendsten Erdbeben der vergangenen Jahre: es hatte eine Magnitude von 7,8 und sein Epizentrum lag in 10 km Tiefe und 87 km nordwestlich der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Die Erdstöße dauerten gut 90 Sekunden und dem Hauptbeben folgten zahlreiche starke Nachbeben. Viele Gebäude fielen wie Kartenhäuser in sich zusammen, ganze Ortschaften wurden von der Außenwelt abgeschnitten und im Basislager des Mount Everest gingen Lawinen nieder. Bisher ist von mindestens 3200 Toten die Rede, aber wahrscheinlich werden die endgültigen Zahlen weitaus höher ausfallen. Es wurden auch zahlreiche Kulturschätze zerstört, wie Tempel und Pagoden auf dem Durbar-Platz in Kathmandu.
In einigen Pressemeldungen heißt es, dass man in der betroffenen Region nicht mit so einem schweren Erdbeben gerechnet hat. Sicherlich waren weder Bevölkerung, noch Behörden auf so ein Beben vorbereitet, aber man hätte durchaus wissen müssen, dass so ein starkes Erdbeben in dieser Region jederzeit möglich ist. Der Himalaja stellt als aktive Grenze zwischen dem indischen Subkontinent und der Eurasischen-Platte eine Hochrisikozone dar. Die Gebirgsfaltung ist noch nicht beendet. Der Mount Everest wächst jedes Jahr um gut 4 mm und der Nanga Parbat bis zu 10 mm. Die tektonischen Platten bewegen sich mit Geschwindigkeiten zwischen 3,5 cm und 1,5 cm pro Jahr. Was uns wie Schneckentempo erscheint, ist in geologischen Zeitdimensionen gedacht D-Zug.

Vanuatu: Hurrikan „Pam“

Das Inselarchipel Vanuatu wird von der schlimmsten Sturmkatastrophe des Südpazifiks heimgesucht: der Hurrikan „Pam“ wütet mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 330 km/h und zerstört große Teile der Infrastruktur des Inselstaates. Dort leben ca. 270.000 Menschen, 100.000 von ihnen leben im Streifen, der vom Sturm am Schlimmsten getroffen wurde. Es wurden bereits 44 Todesopfer registriert.

Australien: wütende Zyklone „Marcia“ und „Lam“

Im Norden und Nordosten von Australien wüten die Wirbelstürme „Marcia“ und „Lam“. Während „Lam“ Windgeschwindigkeiten von 140 km/h erzeugt, bringt es „Marcia“ auf Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 295 km/h. Es wird vor Sturmfluten und Hochwasser gewarnt. Mit hohen Schäden muss gerechnet werden. Meteorologen sagen, dass es noch nie 2 so starke Stürme gleichzeitig in Australien gab.