Kolumbien: Überschwemmungen und Schlammlawinen

Heftige Regenfälle führten am Wochenende im Südamerikanischen Staat Kolumbien zu schweren Überflutungen. Zahlreiche Flüsse traten über die Ufer und das Hochwasser verursachte schwere Schäden. Die Niederschläge lösten zudem Hangrutschungen und Schlammlawinen aus. Besonders schlimm hat es die Stadt Mocoa getroffen: mehr als 250 Menschen wurden unter Schlammmassen begraben, 200 Personen werden von vermisst. Es wurden wichtige Brücken über den Fluss Rumiyaco zerstört und die Stadt ist auf dem Landweg nicht erreichbar. Dieser Umstand erschwert die Rettungsarbeiten und die Versorgung der Bevölkerung.

Im benachbarten Ecuador kam es ebenfalls zu Überschwemmungen. Ein Staat weiter südlich liegt Peru. Dieses Land wird seit Wochen von heftigen Unwettern heimgesucht. Als Grund hierfür wird das Klimaphänomen El Nino verantwortlich gemacht. Der aktuelle El Nino ist an sich schon sehr ungewöhnlich, da er sehr lange anhält.

Auf der anderen Seite des Pazifiks kam es ebenfalls zu sintflutartigen Regenfällen: im australischen Queensland wütete in den letzten Tagen ein schwerer Hurrikan. In Indonesien führten Regenfälle ebenfalls zu Schlammlawinen: im Dorf Banaran im Osten Javas wurden 23 Häuser verschüttet. Mehr als 20 Menschen starben.

Guatemala: katastrophaler Erdrutsch

Nach tagelangen Regenfällen ereignete sich im Ort El Cambray ein folgenschwerer Erdrutsch: von einem 100 m hohen Hügel lösten sich große Erdmassen und verschütteten 68 Häuser. Bisher wurden 30 Todesopfer geborgen. Mehr als 600 Personen werden noch ermisst!

Das Dorf liegt östlich von Guatemala City in einem Tal zwischen steilen Hängen. In der Region kommt es öfters zu Hangrutschungen.