Toskana: katastrophales Unwetter

In der Toskana (Italien) wüteten Samstagnacht katastrophale Unwetter die mindestens 7 Menschen das Leben kosteten. Besonders schlimm getroffen hat es die Stadt Livorno. Dort wurden durch Starkregen zahlreiche Wohnungen und Straßen überflutet. Diese verwandelten sich in reißende Bäche und schwemmten Autos fort. Besonders tragisch: In einer Wohnung im Untergeschoss ertranken mehrere Mitglieder einer Familie. Der Großvater konnte noch ein Kind retten, bevor er bei einem weiteren Rettungsversuch selbst ums Leben kam.

Italien: Serie starker Erdbeben

In Zentralitalien kam es heute zu einer ungewöhnlichen Erdbebenserie mit 4 Beben mit Magnituden über 5. Das Stärkste brachte es auf Mw 5,9. Die Hypozentren lagen in gut 10 km Tiefe in der Nähe von Amatrice. Dieser Ort wurde bereits im August 2015 durch ein starkes Erdbeben dem Erdboden gleich gemacht. Die Seismologen sprechen von eine nie dagewesenen Erdbebenserie.

Als weiteres Problem kommt der Schnee hinzu, der die italienischen Abruzzen meterhoch überzieht. Viele Dörfer sind von der Außenwelt abgeschnitten.

Überschwemmungen in Italien

Im Nordwesten Italiens verursachte anhaltender Starkregen Überschwemmungen. In den Regionen Ligurien und Piemont galt die höchste Warnstufe. Die Flüsse Po und Tanaro führen Hochwasser und es drohen weitere Überschwemmungen an den Ufern.

In Alba musste das Werk von Ferrero geschlossen werden und in der Region Genua tobte ein starker Sturm. Schulen und Universitäten blieben zu.

Einen starken Sturm gab es auch in Mittelamerika: Hurrikane „Otto“ traf auf die Küsten von El Salvador und Nicaragua. Er richtete große Schäden an. Kurz nach dem Sturm folgte dann noch ein Erdbeben der Magnitude 7. Das Epizentrum lag gut 150 km vor der Küste und es wurde Tsunami-Alarm ausgelöst. Ein wahrer Katastrophentag!

 

Italien: Erdbeben M 6,2

In Mittelitalien hat ein starkes Erdbeben der Magnitude 6,2 große Zerstörungen verursacht. Das Hypozentrum lag in nur 4 km Tiefe nahe der Stadt Norcia in der Provinz Perugia. Die Region im Apennin-Gebirge wird häufig von starken Erdbeben erschüttert.

Im Jahr 2009 traf es die Stadt  L’Aquila, die gut 50 km südlich des jetzigen Epizentrums lieft. Damals starben 309 Menschen. Die Opferzahlen dürften diesmal ähnlich hoch ausfallen und auf jeden Fall im 3 stelligen Bereich liegen.

Die mittelalterliche Bausubstanz hält starken Erdstößen nicht stand. Entsprechend groß sind die Schäden. Nur neue Gebäude halten den Erdstößen besser stand.

Besonders schlimm betroffen ist die Kleinstadt Amatrice. Dort wurden alle Häuser entweder total zerstört, oder so stark beschädigt, dass sie abgerissen werden müssen. In Amatrice befanden sich auch zahlreiche Touristen, denn der Ort zählte zu den Schönsten Italiens. Der Ort soll wieder aufgebaut werden, der Italienische Staat will dazu 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen.

Update: Opferzahlen veröffentlicht

Bisher wurden 278 Todesopfer bestätigt. Viele Menschen sind obdachlos geworden und schlafen in Zelten. Sie fürchten auch die zahlreichen Nachbeben. Die Rettungskräfte arbeiten auf Hochtouren. Sie konnten u.a. ein 4 jähriges Mädchen lebend bergen, die in den Armen ihrer toten Schwester lag. Dramatische Szenen die auch für die Helfer eine große psychische Belastung darstellen.